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    Donnerstag, 12.09.2017

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Beschwerden über O2 bei der Bundesnetzagentur





Die Bundesnetzagentur hat einem Bericht zufolge deutlich mehr Beschwerden über die Servicequalität der Hotline von O2 registriert. Demnach wirke die Netzagentur "mit Blick auf das große Ärgernis der Verbraucher" auf die Abstellung des Zustands hin.

Zahlreiche Kunden des Mobilfunkanbieters O2 haben sich in den vergangenen Monaten bei der Bundesnetzagentur beschwert. Die Behörde verzeichne seit Ende 2016 ein erhöhtes Beschwerdeaufkommen zur Erreichbarkeit der Hotline von O2, heißt es in einem Schreiben der Netzagentur an die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nicole Maisch das der AFP vorlag.

Demnach gab es insgesamt 317 Beschwerden in diesem Jahr, allein 208 davon über O2, die sich ausschließlich auf Warteschleifen, "die im Rahmen einer entsprechenden Kontaktaufnahme zur Hotline des Mobilfunkanbieters auftraten" bezogen.

Noch Monate bis Verbesserungen eintreten

Ein Sprecher der O2-Mutter Telefónica sagte AFP, mit Blick auf den Kundenservice sei "generell eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Servicekanäle notwendig": Bei der Hotline-Erreichbarkeit für Mobilfunkkunden erziele O2 wieder durchschnittliche und branchenübliche Wartezeiten von wenigen Minuten. Auch im Festnetz-Bereich habe das Unternehmen in den vergangenen Monaten Verbesserungen erzielt. "Hier wird es jedoch noch bis Jahresende dauern, bis wir da sind, wo wir sein wollen."

Das Telekommunikationsgesetz macht keine Vorgaben zu Dauer und Qualität von Warteschleifen, wie die Netzagentur betont. Beschwerden darüber stellten keinen verfolgbaren Verstoß dar. Die Netzagentur wirkte dennoch "mit Blick auf das große Ärgernis der Verbraucher" beim Unternehmen auf die Abstellung des Zustands hin, wie Behördenchef Homann an Maisch schrieb. Er unterstütze auch eine Ankündigung der Bundesregierung, die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen für die Erreichbarkeit von Hotlines zu prüfen.

Gesetzgeberischer Handlungsbedarf

"Lange Warteschleifen oder sogar telefonische Nichterreichbarkeit gehen nicht. Da muss zügig Abhilfe geschaffen werden", sagte die Grünen-Politikerin der AFP. Es sei gut, dass die Bundesregierung über einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf nachdenke. Dass sie das bislang nicht getan habe, sei aber "ein erneuter Offenbarungseid" dafür, dass sie sich nicht ernsthaft um die Sorgen und Probleme der Verbraucher kümmere.

 

Quelle: Radio66

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