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    Donnerstag, 16.06.2017

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KREATIVE SCHMUGGLER: DROHNEN LIEFERN DROGEN IN DEN KNAST





Berlin - Im Knast herrscht Zucht und Ordnung. Von wegen! Schmuggler lassen die Justiz alt aussehen, denn die haben kurzum das geplante Amazon-Liefersystem kopiert und fliegen per Drohne unter anderem Drogen hinter Schloss und Riegel.

So kamen im vergangenen Jahr zwei Fälle in der Justizvollzugsanstalt Moabit zu Tage, bei dem per Luftpost sechs Gramm Marihuana und elf Gramm Haschisch den Besitzer gewechselt hatten. Das geht aus einer Antwort der Justizverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tim Schreiber hervor.

Die Schmuggler-Problematik in Berliner Gefängnissen ist jedoch nicht neu, sondern schon alltägliche Routine. So bekommt man laut Insassen alles was das kriminell Herz begehrt: Drogen, Alkohol und Handys (TAG24 berichtete).

Doch Drohnen allein führen nicht zum erhofften Häftlings-Glück: So werden gerne auch Tennisbälle entsprechend mit allerhand nützlichen Dingen präpariert und über die Gefängnismauern geworfen oder der klassische Besuch durch Verwandte ist des Öfteren von Schmuggler-Erfolg gekrönt. Bis zur Verschärfung der Bestimmungen 2015 konnten sich Insassen sogar Lebensmittelpakete liefern lassen, die natürlich bespickt waren mit Verbotenem.

Wie kann sich die Justiz vor so viel Dreistigkeit und Kreativität schützen? Eine neue Luftverkehrsordnung verbietet den Betrieb von Fluggeräten in einem Abstand von 100 Metern rund um das Gefängnis.

Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber ging sogar noch weiter und schlug ein Netz über den Innenhof der JVA vor, doch das kommt für Staatssekretärin Martina Gerlach (Grüne) aus Kostengründen nicht in Frage.


 

Quelle: radio66.de

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